So voll war das Kino im Filmforum NRW in Köln lange nicht mehr. Nachdem am 12.12. über 250 Karten von den 240 Sitzplätzen verkauft waren, mussten die nachdrängen- den Besucher auf die folgenden Termine in der Filmpalette vertröstet werden. Gerd Ruge gab eine Einführung zu dem Film und wurde stürmisch begrüßt. Er berichtete über seine persönlichen Erlebnisse auf der Rubljovka und deren Geschichte. Im Anschluß ließen sich die Zuschauer von dem Film begeistern. Nach dem Film wurde noch bei Wodka und 250 Piroggen, die Irene Langemann unter Anleitung ihrer Mutter gebacken hatte, über den Film diskutiert.
In Berlin war der Andrang im Kino Moviemento so groß – zwei Kinosäle waren ausverkauft – dass der Kinobesitzer vorher noch eine dritte Vorführung einschob. Knut Elstermann moderierte die anschließenden Diskussionen mit Engagement und Kompetenz. Vor allem brachte er die anwesenden russischen Protagonisten und Zuschauer ins Spiel, und ermunterte sie zur Stellungnahme. Auch die russischen Emigranten lobten den Film überschwänglich.
Der Film hat eine große Medienpräsenz erreicht, was sowohl der sehr engagierten Medienagentur Gisela Meuser, als auch dem Artikel Die russische Methode in Der Spiegel zu danken ist. Danach berichteten fast alle Kulturmagazinsendungen, auch das heute journal, die Tagesthemen und die Tageszeitungen über den Film. Der Tenor: “Eine mutige Regisseurin, der ein faszinierendes Porträt der russischen Gegenwart gelungen ist.”
Der Film läuft in mehr als 10 Kinos, die genauen Termine sind nachzulesen unter www.rubljovka.de und beim Verleiher www.gmfilms.de
Ähnliche Erfahrungen wie bei RUBLJOVKA machen wir jetzt bei dem Film NO MORE KILLING von Wolfgang Bergmann über nicht-tödliche Waffen. Das Sheriffs Department von Los Angeles (LASD) fordert die Entfernung der dort gedrehten Materialien, die aber unverzichtbar für den Film sind. Da jedoch alle schriftlichen Vereinbarungen bei den Dreharbeiten und beim Schnitt eingehalten wurden, drängt sich der Verdacht auf, dass es um die Verhinderung des ganzen Films geht. Anwälte aus den USA und Deutschland bestätigten uns, dass das LASD juristisch keine Chancen hat.
In Deutschland wird der Film im Frühjahr in den Kinos anlaufen, um dann hoffentlich bald von ARTE und dem WDR ausgestrahlt zu werden.