Am Mittwoch, dem 2.12., um 21.50 zeigt ARTE den neuen Film Boris Rabin über die sowjetische Utopie eines “Neuen Menschen”
Züchtung eines “Neuen Menschen” hieß das Ziel gewagter Experimente, die in der Sowjetunion in den 20er Jahren durchgeführt wurden. Biologie, Technik und Naturwissenschaften erschienen den Bolschewiken dabei als Lösung für alle Probleme des Landes. Einige Wissenschaftler glaubten, durch Blutaustausch zwischen jung und alt eine perfekte Gesellschaft mit makellosen Menschen zu schaffen. Andere versuchten, Menschen mit Affen zu kreuzen, um menschenähnliche Hybriden zu zeugen. Diese sollten den Militärchemikern als Versuchsobjekte für neue Giftstoffe dienen und schwere und gefährliche Arbeiten übernehmen. Eine weitere Theorie propagierte die künstliche Befruchtung von Frauen mit dem Sperma herausragender Revolutionäre. So sollten von einer überragenden Persönlichkeit tausende oder zehntausende Kinder abstammen, um eine enorme Steigerung der geistigen und moralischen Eigenschaften der nächsten Generationen zu erreichen.
Obwohl die Züchtung eines neuen Menschen in der Sowjetunion scheiterte, bewirkte die sowjetische Realität bei Millionen von Menschen Veränderungen vor allem im politischen und gesellschaftlichen Verhalten. So entstand ein “homo sowjeticus”.
Über Rückmeldungen zum Film würden wir uns freuen: info (at) lichtfilm.de
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Der Film knüpft an die bedeutende Rolle des [...]